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Der Mann, der niemals lebte
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Sonntag, 25. September • 03:30 - 05:30

Der Mann, der niemals lebte

Thriller

Vereinigte Staaten von Amerika / Großbritannien 2008

Aufgaben und Aussehen könnten unterschiedlicher nicht sein, gemeinsam aber sind sie ein schlagkräftiges Team: Roger Ferris verrichtet vor Ort im Irak, in Syrien und an anderen Brennpunkten des Nahen Osten für die CIA die Drecksarbeit, stets verbunden mit dem Bürohengst Ed Hoffman , der zu Hause in den USA mittels Knopf im Ohr sowie den Bildern von Drohnen und Satelliten praktisch rund um die Uhr mit ihm verbunden ist. Im Zusammenspiel rekrutieren sie einheimische Helfer, infiltrieren Terrorzellen und versuchen die Pläne von Attentätern zu vereiteln.
Doch modernste Technologien können Terroranschläge nicht verhindern. Mit einer Explosion in Manchester und der Androhung weiterer Attacken in Grossbritannien und Amerika rutscht der Islamist Al-Saleem an die Spitze der Fahndungsliste der CIA. Ausgerechnet in dieser heissen Phase behindert der Analytiker Ed Hoffman die Arbeit seines Geheimagenten vor Ort, der damit gleichzeitig seine Rückendeckung und die einzige heisse Spur verliert.
Da schlägt Roger Ferris eine neue Taktik vor, nämlich Al-Saleem nicht zu jagen, sondern aus dem Versteck zu locken. Dazu dichtet die CIA einem arabischen Architekten eine erfolgreiche Terrorzelle an, in der Hoffnung, Al-Saleem würde mit ihm Kontakt aufnehmen. Dieses Vorgehen ist riskant, nicht nur für den unbescholtenen vermeintlichen Terrorfürsten, sondern auch für Roger Ferris in Amman, der damit den jordanischen Geheimdienstchef Hani Salaam hintergeht. Kann er sich wenigstens auf seine Rückendeckung durch Ed Hoffman verlassen?
«Die Öffentlichkeit und ich wissen, was jedes Schulkind lernt. Die, denen Böses getan wird, geben Böses zurück.» Dieser Vers des britisch-amerikanischen Autors W. H. Auden steht am Anfang von «Der Mann, der niemals lebte» (Originaltitel «Body of Lies»). Der Kampf, den Regisseur Ridley Scott abbildet, ist denn auch einer, der in der Grauzone stattfindet, wo Gut und Böse kaum mehr als Momentaufnahmen sind. Wo der Zweck jedes Mittel heiligt und Gewalt stets neue Gewalt erzeugt.
Über diese Zustände vor Ort bestens im Bild ist David Ignatius, Journalist und Autor der Buchvorlage «Body of Lies», einem Experten für die Arbeit der CIA und den Nahen Osten. Zwar handelt auch Ridley Scotts Spielfilm von der Jagd auf einen Schurken, was aber im Gedächtnis haften bleibt, sind die Satellitenbilder und die Gespräche zwischen dem Geheimagenten und seinem Hintermann, auf verschiedenen Kontinenten und doch jederzeit durch ein unsichtbares Band verbunden. Auch die «Neue Zürcher Zeitung» erkannte in «Der Mann, der niemals lebte» mehr als einen Gebrauchsthriller: «Ridley Scott hat mit 'Body of Lies' einen der engagiertesten und mitreissendsten Filme über den Krieg gegen den Terror gedreht.»

Regie

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