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Monteverdi - Der letzte Schweizer Autobauer ©
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Freitag, 17. September • 14:10 - 15:05

Monteverdi - Der letzte Schweizer Autobauer

Dokumentation

Schweiz 2021

Wer war dieser Mann, der zwischen 1967 und 1982 in Binningen bei Basel rund 3000 Sport- und Geländewagen konstruierte und fertigte? Der Geschäfte mit gekrönten Häuptern und VIPs machte? Der in die Formel 1 einsteigen wollte und sich schliesslich zusammen mit seinem Geschäfts- und Lebenspartner nach Marokko zurückzog, um Dromedare zu züchten?
Peter Monteverdi, 1934 als Enkel italienischer Immigranten geboren, avanciert nach einer Automechaniker-Lehre zum jüngsten Ferrari-Vertreter weltweit. Neben dem Handel mit den Sportwagen verfolgt er eine Rennsportkarriere und baut den ersten Schweizer Formel-1-Wagen. Ein schwerer Unfall und der Bruch mit Enzo Ferrari zwingen den jungen Basler, sich neu zu fokussieren: Monteverdi stellt einen eigenen Sportwagen her, der punkto Design, Ausstattung und Leistung mit den grossen Namen mithält. Es ist das erste serienmässig produzierte Auto seit 30 Jahren, das das Label Swiss made trägt. Für weltweites Aufsehen sorgt Monteverdi mit einem Supersportwagen, der schneller und schnittiger als seine Konkurrenten ist und als grösster Trumpf in Autoquartetten Bubenherzen höherschlagen lässt.
Drei Jahre später führt die Ölkrise dem Westen die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen drastisch vor Augen. Die Folge: Monteverdis Autos, die viel Benzin verbrauchen, sind nicht mehr gefragt - sein Unternehmen gerät an den Rand der Existenz. Doch Peter Monteverdi macht einen neuen Trend aus: Geländewagen. Klimaschutz ist noch kein Thema. 1982 stellt Monteverdi seine Produktion ein, weil seine Autos die neuen Sicherheitsbestimmungen nicht mehr erfüllen und Investitionen in Millionenhöhe nötig würden.
Sein letztes grosses Abenteuer: Monteverdi steigt in die Formel 1 ein. Doch der Erfolg bleibt aus, bereits nach einer Saison fehlt das Geld, um weiter zu machen. Ernsthaft erkrankt, verbringt Monteverdi die letzten Jahre seines Lebens in Marokko, wo er Dromedare züchtet. Heute sind alle Modelle des letzten Schweizer Autobauers, der 1998 verstarb, im Verkehrshaus zu sehen.
Der Film zeichnet die bewegte Lebensgeschichte eines kleinen Schweizer Unternehmers nach, der - ausgestattet mit einem klingenden Namen und einem unerschütterlichen Glauben an sich selbst - gegen die Grossen im internationalen Luxuswagenbau antritt, zahlreiche Rückschläge erleidet und immer wieder aufsteht.

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