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Montag, 18. November • 21:00 - 21:40

Seidenstraße - Die Highlights

Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling

Dokumentation

2012

Traumhafte Teppiche
Aserbaidschan ist berühmt für seine Teppichtradition. Die Zeiten der kleinen Familienbetriebe sind allerdings Geschichte. Peter Gysling besucht die privatisierte Seidenfabrik Sheki, einst die grösste Seidenproduktionsstätte der Sowjetunion. Heute arbeiten hier rund 900 Weberinnen, fertigen in Handarbeit Baumwoll- und Seidenteppiche nach traditionellen Vorlagen und bewahren so das kulturelle Erbe.
Heilendes Ölbad
In der Stadt Naftalan tritt das Schweröl ohne komplizierte Förderung an die Erdoberfläche. Das Kurbaden im schwarzen Gold ist seit Sowjetzeiten eine besondere Attraktion: Es hilft angeblich gegen Rheuma, Arthritis und Schuppenflechte. Das Fernsehteam gewinnt einen heiteren Einblick in die skurrile Welt der Ölwannen, in der ein Bademeister seinen Gast aufwendig vom Öl freischabt.
Schwarzes Gold
Neft Daslari, der Ölfelsen mitten im Kaspischen Meer, ist die grösste Offshore-Plattform der Welt. Hier erlebt das Fernsehteam die Faszination des aserbaidschanischen Ölbooms. Nur wenige erhalten vom halbstaatlichen Ölkonzern eine Drehgenehmigung - dem Team von «SRF Seidenstrasse» ist dies aber gelungen. Socar übernimmt in der Schweiz die Esso-Tankstellen und entwickelt sich zu einem der Hauptlieferanten für Gas und Öl für Europa.
Vergessene Vertriebene
Die Fotografin Rena Effendi nennt man «das soziale Gewissen Aserbaidschans». Sie dokumentiert in Bildern das Schicksal all jener, die trotz des Ölreichtums in Armut leben. Rena Effendi zeigt dem Fernsehteam eine Betonfabrik, in der Vertriebene aus Berg-Karabach leben. Sie warten seit Jahren darauf, von der Regierung ein menschenwürdiges Dach über dem Kopf zu erhalten.
Mutige Blogger
Freie Wahlen und freie Medien gibt es nicht in Aserbaidschan. Als junger Mensch müsse man eine Wahl treffen, die schwerwiegende Konsequenzen haben kann: Zugunsten des autokratischen Präsidenten Aliyev oder zugunsten einer ersehnten freien Demokratie. Peter Gysling trifft eine unerschrockene Gruppe aus der Blogger-Szene in Baku.
Hinreissende Liebesgeschichte
«Ali und Nino» ist das aserbaidschanische Nationalepos, ein tragischer Liebesroman zwischen einer Christin und einem Moslem, an der Nahtstelle zwischen Europa und Asien. Das Fernsehteam porträtiert ein modernes, junges, interreligiöses Paar: Es lernt Natalja und Tural kennen, ihren Alltag und die kulturellen Hürden, die das Liebespaar am eurasischen Knotenpunkt Baku auch heute noch überwinden muss. Im Hintergrund und an verschiedenen Schauplätzen schwingt das Nationalepos immer mit.

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