Strom sparen bei TV, Internet und Mobile

von Ronnie Kohler

Duschen statt Baden, Umluft statt Ober- und Unterhitze oder Wasserkocher statt Kochtopf: Die Debatte ums Stromsparen hat jetzt im Herbst nochmal zugenommen. Kein Wunder: Schliesslich brauchen wir in den kühleren Monaten nicht nur mehr Wärme, sondern auch mehr Licht. Und damit steigt der Strombedarf ausgerechnet bei den aktuell hohen Preisen.

Wie das Bundesamt für Energie (BFE) schreibt, liegt der Anteil des Stromverbrauchs eines Schweizer Haushalts bei 8.7% für Information, Kommunikation und Unterhaltung. Das zeigt, dass Stromsparen weit über Heizen und Licht hinausgeht und auch Telekommunikation betrifft. Wie Du bei Deinen Devices rund um TV, Internet und Mobile Strom sparen kannst, erzähle ich Dir in diesem Artikel.

TV-Gerät: Standby und Bildschirmhelligkeit brauchen Strom

Wenn es ums Fernsehen und Streamen geht, denkst Du vielleicht zuerst an den Stromverbrauch Deines TV-Geräts. Zurecht, denn da gibt es grosse Unterschiede. Wer sich einen neuen Fernseher anschafft, sollte auf eine hohe Energieeffizienzklasse achten. Die Klassifizierung und der erwartete jährliche Stromverbrauch sind normalerweise deutlich gekennzeichnet. Damit stellst Du schon mal sicher, dass Du Dir keinen Stromfresser ins Haus holst. Wenn Du ein paar Geräte vergleichst, wird Dir schnell auffallen, dass LED- etwa ein Drittel weniger Strom als LCD- und Plasma-Fernseher brauchen.

Stromsparpotenzial: TV-Geräte und Streaming-Boxen verbrauchen auch im Standby-Modus Strom.

Steht das TV-Gerät schliesslich bei Dir im Wohnzimmer, kannst Du mit ein paar einfachen Tricks den Stromverbrauch tief halten. So hängt der tatsächliche Stromverbrauch auch mit der Helligkeit und dem Kontrast des Bildschirms zusammen. Neuere Geräte passen diese Eigenschaften automatisch an die Lichtverhältnisse an. Ist das nicht der Fall kannst Du auch in den Bildschirmeinstellungen Helligkeit und Kontrast regulieren.

Fernsehgeräte wurden über die Jahrzehnte zwar insgesamt immer sparsamer, dennoch verbrauchen auch moderne Geräte noch heute im Standby Strom. Das lässt sich einfach unterbinden, indem Du den Fernseher an eine Steckdosenleiste mit Schalter einsteckst. Das ist bequemer als das TV-Gerät nach jedem Gebrauch auszustecken. Das gilt natürlich auch für andere Geräte, wie zum Beispiel Streaming-Boxen, die Du am besten gleich an dieselbe Steckdosenleiste andockst.

WLAN-Router nachts und in den Ferien ausschalten

Überall und ständig mit dem Internet verbunden zu sein ist heutzutage normal. Aber ist es auch nötig? Ob Du Deine WLAN-Verbindung nachts um 3.00 Uhr brauchst, musst Du für Dich entscheiden. Jedenfalls kannst Du mit dem Ausschalten des WLAN-Routers, wenn Du Deine Internetverbindung nicht nutzt, viel Strom sparen. Und das lohnt sich deshalb nicht nur bei längeren Abwesenheiten. Wenn Du den Router zum Beispiel immer nachts ausmachst, wird sich das positiv auf den Deine Stromabrechnung auswirken.

Entweder schliesst Du Deinen Router an eine Steckdosenleiste mit Kippschalter oder Zeitschaltuhr an oder Du steuerst die Betriebszeit über die Geräteeinstellung. So kannst Du beispielsweise bei vielen Geräten programmieren, dass das WLAN zwischen Mitternacht und 7 Uhr morgens ausgeschaltet ist.

Fritzbox Router
WLAN-Router: Wenn er nicht ständig am Strom ist, kannst Du Kosten sparen. @avm.de

Beachten solltest Du natürlich, dass über Nacht geplante Updates nicht durchgeführt werden und Deine Smart-Home-Geräte ohne Internetverbindung nicht funktionieren. Wenn Du mit diesen Einschränkungen leben kannst, sparst Du mit dem regelmässigen Ausschalten des WLAN-Routers viel Strom.

Übrigens: Bei den FRITZ!Boxen von AVM kannst Du mit dem «Green Mode» die Geschwindigkeit der LAN- und USB-Anschlüsse reduzieren. Damit sparst Du während der Nutzung Strom. Dafür musst Du auf Deiner FRITZ!Box-Benutzeroberfläche von «Power Mode» (1 Gibt/s) auf «Green Mode» (100 Mbit/s) wechseln. Die Einstellungen kannst Du einfach unter dem Menüpunkt «Heimnetz»/«Netzwerk» und dort unter «Netzwerkeinstellungen»/«LAN-Einstellungen» ändern.

Mobile: Ladekabel in der Steckdose braucht Strom

Morgens mit vollem Handy-Akku in den Tag starten, das wollen wir alle. Abends steckst Du also Dein Smartphone ein und entkoppelst es morgens nach dem Aufstehen wieder. Keine Frage, das braucht Strom. Die gute Nachricht: Das Aufladen des Smartphones zählt zu den kleinen Posten auf der Stromrechnung.

Trotzdem lässt sich auch dieser Kostenpunkt verringern. Denn nimmst Du das Handy-Ladekabel morgens aus der Steckdose? Wahrscheinlich nicht. Handy-Ladekabel fressen jedoch auch Strom, wenn Du Dein Smartphone gar nicht angesteckt hast. Auch hier gilt deshalb: Steckdosenleiste mit Kippschalter ist eine Möglichkeit, den Stromverbrauch zu unterbrechen. Der Effekt für den einzelnen Haushalt mag überschaubar sein, auf die ganze Schweiz hochgerechnet ist die Stromersparnis aber nicht zu unterschätzen.