Universum der Ozeane ©
Dienstag, 27. Februar • 03:15 - 04:00

Universum der Ozeane

E1mit Frank Schätzing

Dokumentation

D 2010

Die Existenz der Ozeane unterscheidet die Erde von anderen Himmelskörpern. Denn ohne die Ozeane wäre unser Heimatplanet nur ein öder Gesteinsbrocken im All - ohne Pflanzen, Tiere, Menschen. Die Weltmeere bedecken drei Viertel der Erdoberfläche und bieten Lebensräume für unzählige Pflanzen und Tiere. Sie stellen unerschöpflich scheinende Nahrungsreserven zur Verfügung und Bodenschätze, von denen nur ein geringer Teil bisher entdeckt wurde. Obwohl die Ozeane eine so große Bedeutung für uns haben, wissen wir über die globalen Wasserwelten weniger als über fremde Planeten. Das soll sich nun ändern: Forscher aus aller Welt versuchen seit Kurzem, mit einem enormen technischen Aufwand, die Geheimnisse der Meere zu ergründen. Der Dreiteiler "Terra X: Universum der Ozeane" zeigt in nie gesehenen Bildern den neuen Blick der Wissenschaft auf die Weltmeere. Der Zuschauer begleitet die Forscher bei ihren spektakulären Vorstößen in die Tiefen der Ozeane und erfährt aus erster Hand aktuelle Untersuchungsergebnisse. Mithilfe modernster Bild-Technik taucht der Betrachter in die ferne Erdvergangenheit ein, erkundet die vom Menschen geprägte Gegenwart und wirft einen Blick in die Zukunft der Ozeane. Fotorealistische Computeranimationen hauchen nicht nur Wesen der Urzeit neues Leben ein, sondern erlauben schon jetzt den Besuch einer in Planung befindlichen Meeresforschungsstation. Reisebegleiter während dieser außergewöhnlichen Tour durch Raum und Zeit ist Frank Schätzing, dessen Sachbuch "Nachrichten aus einem unbekannten Universum" den Anstoß für die Produktion gab. In der ersten Episode meldet er sich von sturmumtosten Klippen, aus einem Ruderboot mitten auf dem Atlantik zu Wort. Er besucht das künftige Nizza hoch in den Bergen, das mit seiner Aussicht auf eine gewaltige Salzwüste - das heutige Mittelmeer - kaum noch Touristen lockt. Als echter Zeitreisender jettet Schätzing mühelos durch die Jahrmillionen und weist die Zuschauer auf die Schlüsselereignisse im Verlauf der Geschichte des Meeres hin. Der erste Teil der Expedition durch das unbekannte Universum führt hinab in die größten Tiefen der Ozeane. Hier suchen Forscher Antworten auf die Fragen: Wie konnten überhaupt Meere entstehen? Woher stammt das Wasser? Und: Ist das Leben tatsächlich in der Tiefsee entstanden? Das deutsche Forschungsschiff "Meteor" mit seinem neuen, leistungsfähigen Tauchroboter, dem ROV, soll helfen, Licht ins Dunkel zu bringen. In 3000 Meter Tiefe untersuchen Wissenschaftler die Eigenschaften der Schwarzen Raucher. Welche Bedeutung haben sie für die Entwicklung der Ozeane? Ist das Leben tatsächlich in der Umgebung dieser superheißen Schlote entstanden und wenn ja, wie kam es zu dem enormen Artenreichtum der Gegenwart? Diesem Rätsel sind auch die Forscher des "Census of Marine Life"-Projektes auf der Spur. Bei der internationalen Zusammenarbeit geht es um die bislang größte "Volkszählung". Die Forscher wollen herausfinden, wer tatsächlich in den Ozeanen der Gegenwart lebt: vom Nordpol bis in die Antarktis, von den Küsten Afrikas bis zu den Fidschi-Inseln, vom flachen Schelfmeer bis in die Tiefsee. Die Bestandsaufnahme der Gegenwart soll zugleich Schlüsse auf den Artenreichtum der Vergangenheit zulassen sowie eine Prognose für künftige Entwicklungen der Meeresbewohner ermöglichen.

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