Tauchfahrt in die Vergangenheit ©
Mittwoch, 27. Februar • 05:55 - 06:40

Tauchfahrt in die Vergangenheit

Chinas Erben - Handelskrieg auf hoher See

Dokumentation

D 2004

Fast 100 Jahre vor Kolumbus und Magellan entsandte der chinesische Kaiser Zhou-Di eine Armada über die Meere, die größer und mächtiger war als alle Flotten Europas zusammen. Anhand von drei Wracks erzählt die Dokumentation, dass ein prosperierender Welthandel schon im ausgehenden Mittelalter begann und eine längst untergegangene Seefahrernation den Weg dafür ebnete. Die Dokumentation begibt sich auf Spurensuche im Südchinesischen Meer. Der Meeresarchäologe Franck Goddio und sein Team haben am Meeresboden drei Wracks aus drei verschiedenen Jahrhunderten entdeckt, die auf eindrucksvolle Weise die Geschichte der Seefahrt im asiatischen Raum wieder aufleben lassen. Vor der philippinischen Küste finden sie die Überreste einer chinesischen Dschunke sowie original verpacktes Porzellan. Mit bis zu 130 Meter langen Dschunken segelten chinesische Seefahrer bis an die Küsten Afrikas. An Bord führten sie Kostbarkeiten wie Porzellan, Seide und Tee. Doch mit dem Tod von Kaiser Zhou-Di fand die erfolgreiche Seemacht China ein jähes Ende. Seine konfuzianischen Nachfolger verboten den Überseehandel, die Schiffe wurden zerstört. Einige Reeder jedoch betrieben ihre Geschäfte heimlich weiter mit organisierten Schmugglerbanden - zu groß war inzwischen die Nachfrage, auch aus Europa. China aber setzte seine Isolationspolitik fort und öffnete so das Tor für die europäische Seefahrt. Mit den Entdeckern aus Spanien und Portugal kamen die Eroberer. Die bislang friedliche Region wurde zum Schauplatz eines europäischen Handelskrieges. Gesellschaften wie die britische East India Company entstanden, die nun den Handel mit den asiatischen Ländern dominierten. Die eigentlichen Wegbereiter des Welthandels aber gerieten in Vergessenheit.

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