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Sonntag, 17. September
21:40 - 22:25

Insgesamt ist die Gewaltbereitschaft politischer Extremisten aller Lager massiv gewachsen - und hat auch im Internet eine neue Dimension erreicht. Dabei spielen vor allem die sozialen Netzwerke bei der Agitation und Radikalisierung eine wichtige Rolle. ©
Das Netz ist voll von rechtsextremen Angeboten. Allein 2016 verzeichnet der Jugendschutz 52 748 rechtsextreme Web-Angebote, die meisten davon auf sozialen Netzwerken. ©
Die Dokumentation "Radikale im Netz - Extremisten erobern das Internet" gibt Einblicke in die Online-Aktivitäten der rechts- und linksextremistischen Szene in Deutschland. ©
Nicht immer kann der Staat die radikalen Inhalte im Netz verhindern. Viele deutschsprachige Websites werden über Anbieter im Ausland bereitgestellt. ©
Das Netz ist voll von rechtsextremen Angeboten. Allein 2016 verzeichnet der Jugendschutz 52 748 rechtsextreme Web-Angebote, die meisten davon auf sozialen Netzwerken. ©
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Deutschland radikal - Internet, Hetze, Gewalt

"Deutschland radikal - Internet, Hetze, Gewalt" gibt Einblicke in die Online-Aktivitäten der rechts- und linksextremistischen Szene in Deutschland. Der Film blickt auf die Akteure im Netz, die Inhalte sowie die Strategien der rechten und linken Netzwerke. Der Umgang mit radikalen Akteuren und Inhalten im Netz bestimmt auch die öffentliche Debatte. Die Politik fordert mehr Kontrollen. Zu Recht? Ein Gipfel der Gewalt: Die Krawalle beim G20-Gipfel in Hamburg (7. und 8. Juli 2017) haben vor allem die Gewaltbereitschaft linker Extremisten demonstriert. Doch auch die Anzahl rechtsextremistisch motivierter Gewalttaten ist laut Verfassungsschutz drastisch angestiegen. Insgesamt ist die Gewaltbereitschaft politischer Extremisten aller Lager massiv gewachsen - und hat auch im Internet eine neue Dimension erreicht. Dabei spielen vor allem die sozialen Netzwerke bei der Agitation und Radikalisierung eine wichtige Rolle. Das Netz ist voll von rechtsextremen Angeboten. Allein 2016 verzeichnet der Jugendschutz 52 748 rechtsextreme Web-Angebote, die meisten davon auf sozialen Netzwerken. Die Szene bemüht sich um ein moderates Image und positioniert sich in der "Mitte der Gesellschaft". Rechtes Gedankengut wird in Form von harmlos wirkenden Facebook-Gruppen als nationalkonservative Weltanschauung getarnt und emotionale Themen mit rechtspopulistischen Forderungen verknüpft. Aber Radikale im Netz - das sind nicht nur die Rechten. Auch Linksextreme nutzen das Netz. Ihre Kommunikation funktioniert dezentraler und läuft deswegen nicht selten unter dem Radar der Öffentlichkeit. Beide Lager nutzen Propaganda- und Mobilisierungsvideos, die wie zeitgenössische Musikvideos anmuten, um vor allem Jugendliche auf die Straßen zu holen. Und Facebook und Twitter bieten nicht nur die Verbreitungsmöglichkeiten, sondern ermöglichen auch eine schnelle und vor allem legale Vernetzung. Nicht immer kann der Staat die radikalen Inhalte im Netz verhindern. Viele deutschsprachige Websites werden über Anbieter im Ausland bereitgestellt. Eine gefährliche Entwicklung, die den Kampf von Rechts und Links vom Internet auf die Straße holt. Mehr noch: Das Internet ist maßgeblich zum Instrument radikaler Hetze gegen "politische Gegner" geworden. Grünen-Politiker Jürgen Kasek und SPD-Politiker Tom Schreiber berichten von Hass-Mails und Anfeindungen bis hin zu tätlichen Übergriffen.

Jahr: 2017
Länge: 45 Minuten

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