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Donnerstag, 21. September
11:50 - 12:20

Thomas Eilers ist Experte für Verkehrssicherheit beim ADAC und erklärt ZDF-Autor Oliver Koytek, wie ein Stau entsteht und was für Folgen der zunehmende LKW-Verkehr für die Infrastruktur hat. ©
Die Nutzung der Schienentrassen kostet die Spediteure immer mehr. Seit 2011 wurden die Gebühren um 13 Prozent erhöht. Dabei ist der Schienentransport sicherer, umweltfreundlicher und schonender für die gesamte Infrastruktur. ©
Der schwarze PKW von Familie L. wurde bei dem Unfall wie eine Ziehharmonika zusammengedrückt. Nur mit viel Mühe konnte die Feuerwehr das verletzte Ehepaar herausholen. ©
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Laut, schmutzig, gefährlich - Warum immer mehr LKW unsere Straßen verstopfen

Warum immer mehr LKW unsere Straßen verstopfen

Deutschland kommt dem Verkehrsinfarkt immer näher. Ein wichtiger Grund: Immer mehr Güter werden per LKW transportiert. Mit zum Teil fatalen Folgen für Mensch, Natur und Infrastruktur. Zum Verkehrsalltag gehören endlose Staus und schwere Unfälle mit LKW-Beteiligung. Züge sind sicherer und umweltfreundlicher. "ZDFzoom" fragt: Warum hat sich der Güterverkehr auf der Straße seit 1999 fast verdoppelt, während er auf der Schiene stagniert? Wo immer mehr LKW unterwegs sind, werden sie auch immer häufiger in Unfälle verwickelt - meist zum Schaden der PKW-Fahrer. Die Polizei kontrolliert Fahrer und Fahrzeuge deshalb gezielt auf Sicherheit und Einhaltung von Ruhezeiten. Doch reicht das, um die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten? Wie Ruhezeiten bewusst umgangen werden, weiß Trucker Thomas K. aus eigener Erfahrung. So beschäftigen zum Beispiel viele Handelsketten in ihren Zentrallagern keine eigenen Mitarbeiter, um ankommende LKW zu entladen. Diese Arbeit wird von den Fahrern erwartet. Die gesetzlich vorgeschriebene Ruhephase nach mehreren Stunden hinterm Steuer entfällt so, weil die Fahrer ihren Fahrtenschreiber während des Entladens auf Pause stellen. LKW-Transport ist meist einfach und billig, Bahntransport oft kompliziert und teurer. Die Speditionen unterbieten sich gegenseitig bei den Preisen, besonders osteuropäische Firmen drücken das Lohnniveau ihrer Fahrer. Deutsche Trucker und Gewerkschafter prangern diese offensichtliche Umgehung des Mindestlohns sowie die mangelnde Kontrolle des Zolls seit Jahren an. Ein wesentlicher Vorteil für den LKW-Transport sind die stetig gesunkenen Mautgebühren. Seit 2011 wurde die Straßenmaut vom Verkehrsministerium um 16 Prozent gesenkt, während die Trassengebühren für die Bahn im gleichen Zeitraum um 13 Prozent erhöht wurden. Seit Jahren fördern die Minister Ramsauer und Dobrindt auf diese Weise den Güterverkehr auf der Straße. Und das, obwohl im Wahlkampf jedes Mal das Gegenteil gefordert wird. Ein klarer Fall von Lobbyismus? Oliver Koytek und sein Team sprechen mit Unfallopfern, Spediteuren und Politikern. Am Beispiel Österreich zeigen sie schließlich, dass Güterverkehr mit der Bahn auch funktionieren kann - wenn die Politik sich nicht zu sehr von der Auto-Lobby beeinflussen lässt. Mehr unter www.zoom.zdf.de

Jahr: 2017
Länge: 30 Minuten

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