Samstag, 25. August • 12:30 - 13:20

Leonard Bernstein - Das zerrissene Genie

Kultur

Deutschland 2018

Es gab kaum einen Musiker vor oder nach ihm, der so verschwenderisch begabt war wie der Dirigent, Pianist, Lehrer und Komponist Leonard Bernstein. Und doch ist das nur eine Seite der Geschichte. In seinen beiden letzten Lebensjahrzehnten droht Bernstein genau an dieser Vielseitigkeit zu zerbrechen. Denn persönlich hat er nur noch ein Ziel: endlich als klassischer Komponist den grossen Meilenstein zu setzen. Erreichen will er dies mit einem epochalen musikdramatischen Werk, das die politische Realität der USA dokumentiert.
In seiner szenischen «Mass» greift er die Jugendbewegung der 1960er-Jahre auf. Sein Musical über das Weisse Haus, «1600 Pennsylvania Avenue», ist ein direkter Kommentar zum Watergate-Skandal. Und seine einzige Oper «A Quiet Place» zieht eine verstörende Bilanz des amerikanischen Traums. Doch der grosse Erfolg bleibt Bernstein mit diesen Werken verwehrt. So mündet der Kampf um das Meisterwerk in einer tiefen, existentiellen Krise.
In «Leonard Bernstein - das zerrissene Genie» geben Bernsteins Kinder Jamie, Nina und Alexander neue, intime Einblicke in das Leben ihres Vaters. Sein langjähriger Assistent, der Dirigent John Mauceri, kommentiert den fortwährenden musikalischen Kampf Bernsteins. Sein letzter Librettist, Stephen Wadsworth, berichtet erstmals von der komplexen Zusammenarbeit an «A Quiet Place». Der bekannte Musikjournalist Alex Ross ordnet Bernstein in die Reihe der ganz grossen klassischen Komponisten des 20. Jahrhunderts ein. Daneben ist Bernstein selbst in vielen, teilweise unveröffentlichten Aufnahmen zu sehen und zu hören.
Buch und Regie: Thomas von Steinaecker, eine Koproduktion von 3B-Produktion mit SRF, ZDF und Unitel.

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