Sternstunde Philosophie
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Dienstag, 14. August • 11:55 - 12:55

Sternstunde Philosophie

Alle meditieren. Wer verändert die Welt?

Talk

Schweiz 2018

Meditation ist zu einem Megatrend geworden. Prominente wie Oprah Winfrey, Arianna Huffington, Tim Cook oder Rupert Murdoch meditieren regelmässig, und Unternehmen wie Google, die Axpo oder Novartis bieten ihrer Belegschaft Meditationskurse an. Das dürfte auch daran liegen, dass Wissenschaftler wie Richard Davidson in Studien gezeigt haben, dass regelmässiges Meditieren unser Immunsystem stärkt, uns konzentrierter und stressresistenter macht - ja, sogar mitfühlender sollen wir werden. Barbara Bleisch fragt den Neuropsychologen Richard Davidson: Lässt sich mit Meditation wirklich die Welt verbessern, oder verlagern wir gesellschaftliche Probleme einfach auf die individuelle Ebene, indem wir auf Selbstoptimierung setzen?
In einem zweiten Teil der Sendung kritisiert der renommierte Historiker Theodore Zeldin aus Oxford die Meditation als Tranquilizer, der uns ruhigstellt, anstatt neugierig auf die Welt zu machen. Statt Meditation empfiehlt er das tiefe Gespräch; statt der Konzentration auf das eigene Leben den Fokus auf die Probleme der Menschheit. Denn letztlich gehe es nicht darum, gelassen zu bleiben, sondern neugierig und lebendig. Doch schliesst das eine das andere aus? Eine Wiederholung vom 22. April 2018.
Literatur:
Richard Davidson: «Altered Traits. Science Reveals How Meditation Changes Your Mind, Brain and Body». Avery, 2017
Theodore Zeldin: «Gut leben. Ein Kompass der Lebenskunst». Hoffmann und Campe, 2016 (Originalausgabe: «The Hidden Pleasures of Life. A New Way of Remembering the Past and Imagining the Future». MacLehose Press, 2015)

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