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Diese Sendung ist nur noch im Replay verfügbar.
Montag, 01. Juni • 01:50 - 02:35

Wir sind die Schweiz

E2Ein Tag im Juni

Dokumentation

2016

Riccardo Amorino sprengt Löcher in die Schweizer Alpen.
Der 55-jährige Sizilianer arbeitet schon seit 13 Jahren bei der Neat und lebt in einer Arbeiterbaracke im Tessin. Er ist Sprengmeister mit Passion und lebt für diesen Job, auch wenn er selten Tageslicht sieht. Ein Tag ohne Sprengung ist für ihn ein verlorener Tag. Im Ceneri-Basistunnel müssen im Sommer 2015 nur noch wenige hundert Meter gesprengt werden bis zum Durchbruch, dann ist die letzte Neat-Baustrecke fertig, und Riccardo wird sich eine neue Arbeit suchen müssen. Sein bester Freund Moriano reist bereits ab, er hat in Norwegen einen Job bei einer neuen Baustelle gefunden. Riccardo quält das Heimweh, aber er musste sich damit abfinden, dass er nicht bei seiner Familie sein kann, wenn er genügend Geld verdienen will.
Bea Cadenazzi hütet Schafe im Gotthardgebiet.
Die 43-jährige Bündnerin ist am liebsten in der Natur. Während der Sommermonate lebt sie mit ihrer fünfköpfige Familie in zwei Wohnwagen hinter der Kiesgrube von Hospental. Bea und ihr Mann Michi haben sich bewusst für ein einfaches Leben entschieden. Die beiden hüten im Sommer auf den Bergweiden im Gotthardgebiet 1330 Schafe. Sie sind zwei von etwa 220 Schafhirten in der Schweiz. Im Winter zieht Michi mit den Schafen allein als Wanderhirte herum, Bea bleibt mit den drei Kindern in Hospental. Nun wird die Schule hier geschlossen, weil es zu wenige Kinder hat. Künftig werden Mena, Mauro und Nando darum in Andermatt zur Schule gehen müssen. Bea und Michi ist es wichtig, dass ihre Kinder die Natur schätzen lernen, Fernsehen und Computer gibt es nicht.
Feuerwehrmann Claude Perret lebt seinen Bubentraum.
Für den 27-jährigen Basler war von klein auf klar, dass er Feuerwehrmann werden wollte. Nach einer Ausbildung als Automechaniker hatte er Glück und wurde ins Basler Feuerwehrcorps aufgenommen. Es ist ein begehrter Job, auch wenn die Schichten anstrengend sind. Es gibt nur wenige Berufsfeuerwehrleute in der Schweiz. Die meisten arbeiten ehrenamtlich. Claude beginnt um halb acht und muss 24 Stunden Dienst leisten, bevor er wieder nach Hause kann, auch wenn es dort einiges zu tun gäbe. Seine Verlobte Barbara und er wollen nämlich in Kürze heiraten. Gearbeitet und übernachtet wird in der Feuerwehrwache. An diesem Tag müssen die Feuerwehrleute 13 Mal ausrücken. Oft können sie helfen, sei es, dass sich ein Vogel in einem Kamin verfangen hat oder dass ein Baumstrunk in einem privaten Garten Feuer gefangen hat.
Christine Fässler hilft Babys, zu Hause zur Welt zu kommen.
Die 45-jährige Christine ist Kopräsidentin der Schwyzer Sektion beim Schweizerischen Hebammenverband und eine von rund 1170 frei praktizierenden Hebammen in der Schweiz. Sie betreut in der Zentralschweiz pro Jahr 20 bis 25 Frauen, die daheim gebären wollen oder geboren haben. Christine ist mit Josef verheiratet, die beiden haben zwei Teenager. An einen geregelten Arbeitsablauf ist in ihrem Haushalt nicht zu denken, denn die Babys halten sich nicht an einen Arbeitsplan. Damit hat sich Christines Familie arrangiert.

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