Dienstag, 24. September • 08:25 - 08:55

Schawinski

Talk

Schweiz 2011

Die Verhältnisse im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos sind bereits seit längerem prekär. Nun hat sich die Situation unter dem steigenden Migrationsdruck aber noch weiter verschärft. Statt 3000, die das Lager eigentlich beherbergen könnte, sind mittlerweile über 10'000 zum Teil stark traumatisierte und hilfsbedürftige Personen in Moria. Aus der Türkei kamen allein im August über 8000 Menschen auf die Inseln der Ägäis. Die Zustände erinnern an diejenigen von 2015, als die Flüchtlingswelle ihren Höhepunkt erreichte.
Besonders Frauen leiden unter den miserablen hygienischen Bedingungen und erleben in der «Hölle auf Erden», wie das Lager betitelt wurde, Gewalt und sexuelle Übergriffe. Hier setzt das Schweizer Hilfswerk SAO (Save, Assist, Outreach) an. 2016 gegründet, betreut SAO besonders verletzliche Frauen in Tageszentren auf Lesbos und in Athen. Mit verschiedenen Angeboten will man den zum Teil quälend langen Aufenthalt im Lager etwas erträglicher machen und den Frauen, die es mit einem positiven Asylbescheid aufs Festland geschafft haben, Hilfestellung leisten.
Seit 2018 ist Marina Villa als Präsidentin für SAO tätig. Die Kommunikationsexpertin und ehemalige Journalistin begleitet die Arbeit des von Raquel Herzog gegründeten Hilfswerks eng und verschafft dessen Anliegen auch in den Medien Gehör. Wie beurteilt sie die Lage? Welche Konsequenzen drohen, sollte der angezählte Flüchtlingspakt zwischen der Türkei und der EU ganz in die Brüche gehen? Warum scheitert die griechische Regierung regelmässig daran, schnellere und effizientere Asylverfahren einzuführen? Und was können Hilfswerke und Menschenrechtsorganisationen ausrichten? Roger Schawinski fragt nach.

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