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Dienstag, 07. April • 11:00 - 11:15

Das Kelten-Experiment

E3Wie lebten die Kelten?

Dokumentation

In der Spätzeit der Kelten entstanden die ersten "Großstädte" nördlich der Alpen, die sogenannten "oppida". Das waren wie zum Beispiel bei den Oppiden Manching oder Heidengraben gewaltige Siedlungen für mehrere tausend Menschen mit kilometerlangen Wallanlagen. In diese späte Zeit der Kelten fällt ein weiteres neues Phänomen: die sogenannten. "Viereckschanzen". Früher als Kultstätten interpretiert, ergaben neueste Forschungen, dass es sich um Mittelpunkte einer kleineren Siedlungsgemeinschaft handelte. Neben den großen oppida gab es also weiterhin die normalen Dorfgemeinschaften. Die archäologischen Befunde einer Viereckschanze am Ipf bei Bopfingen liefern die Pläne, nach denen eine solche Keltenschanze wiederaufgebaut wird - von einer Kelten-Truppe unter wissenschaftlicher Anleitung. Dabei erfährt man im Film einiges über die Bauweise und das Leben dort: So wurden z. B. angekohlte Stämme verbaut, damit das Holz im feuchten Boden nicht fault. Die Dächer wurden mit Holzschindeln gedeckt, da diese viel widerstandsfähiger sind als die bisher vermutete Reetdeckung. Die Frauen bauten innerhalb des vier Meter hohen Walls, der die kleine Siedlung umgab, Kräuter und Getreide zur Selbstversorgung an. Es gibt sogar einen Kultbaum - ist der süddeutsche Maibaum also eine keltische Erfindung? Eine besondere Stellung in der keltischen Gesellschaft hatten die Druiden, die neben kultischen Aufgaben auch medizinisches Wissen hatten. Bis heute ranken sich viele Mythen um sie. Der Film beleuchtet, was man über Druiden weiß und welche Rolle sie im Sozialgefüge der Klans spielten.

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