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Mittwoch, 15. November • 15:05 - 16:00

Auf Entdeckungsreise - durch Europa

Die Bucht von Riga - An Lettlands Ostseeküste -

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Deutschland 2015

Die Letten haben ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion 1990 mit Gesang erzwungen. Helmi Stalte und ihr vor Kurzem verstorbener Mann zählten zu den mutigen Anführern der "Singenden Revolution". Mit verbotenen lettischen Liedern stellten sie sich den sowjetischen Panzern entgegen. Heute gibt Helmi, die zum fast ausgestorbenen Volk der Liven gehört, im kleinen Küstenort Kolka den Gesang an ihre Kinder weiter.
Aleksandrs Rozensteins und Maris Kletnieks versuchen mit einer wackeligen Holzkonstruktion Neunaugen zu fangen. Fast 200 Meter lang ist ihr Steg, den sie jedes Frühjahr aufs Neue in den Flussboden rammen müssen. Von diesem Gerüst aus positionieren sie bis zu 60 Netzrahmen in der Strömung und hoffen darauf, dass ihnen die begehrten, aalähnlichen Tiere in die Fallen schwimmen. Verkauft werden sie in den Zentralmarkthallen, in denen früher Zeppeline gebaut wurden, und die heute "Rigas Bauch" genannt werden.
Über 10.000 Weißstörche brüten jedes Jahr in dem baltischen Staat, doppelt so viele wie in Deutschland. Mara Janaus versucht zu ermitteln, wie viele es genau sind. Die Ornithologin bekommt jede Menge Unterstützung von ihren Landsleuten.
Die Fischkonservenfabrik Brivais Vilnis produzierte schon vor über 100 Jahren für den Zarenhof - Rigaer Sprotten in Öl sind weltberühmt und heiß begehrt.
Ilgvars Andersons hütet eine lettische Legende: Blaue Meereskühe. Dabei handelt es sich um eine seltene Rinderrasse mit grau-blau schimmerndem Fell. Der Sage nach sollen die Tiere einst aus der Ostsee gestiegen sein, um die Küstenbewohner an der Rigaer Bucht vor dem Verhungern zu retten.

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