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Mittwoch, 18. Dezember • 12:10 - 13:05

Spektakuläre Bauwerke

Wunderwerk Pyramiden(1/2)

Kultur

2018

Die geheimnisumwittertste altägyptische Pyramide liegt in Dahschur, einem Pyramiden- und Gräberfeld des Alten und Mittleren Reiches, etwa 26 Kilometer südlich von Gizeh am Westufer des Nils. Es handelt sich hierbei um die Knickpyramide, die viertgrößte Pyramide Ägyptens, die um 2650 vor Christus unter König Snofru erbaut wurde.
Das mächtige Bauwerk ist somit mehr als 4600 Jahre alt und gilt als erste Pyramide mit ebener Oberfläche, einer Weiterentwicklung der Stufenpyramide. Jedoch kam es bei diesem ehrgeizigen Bauprojekt zu statischen Problemen: Die Pyramide hat deshalb einen Knick.
Nach Abbruch der Bauarbeiten auf einer Höhe von 49 Metern wurde in der dritten Bauphase der Neigungswinkel der Seiten der Pyramide auf 43 Grad reduziert, wodurch der besagte Knick entstand und die Gesamthöhe des Baus sich auf 105 Meter beschränkte. Das führte aber auch dazu, dass es im Inneren der Pyramide zu einer Druckentlastung und somit zu mehr Stabilität kam.
Archäologen und Ingenieure untersuchen nun die dramatischen Risiken, die der Bau der ersten altägyptischen Pyramiden barg, zu einer Zeit, als gottgleiche Pharaonen unvorstellbare Schätze anhäuften und erstaunliche Monumente in ihrem Namen erbauen ließen, mit dem Ziel, sich unsterbliche Macht zu verleihen.
Die überraschenden Erkenntnisse, die die Forscher aus der Untersuchung der Knickpyramide ziehen, zeigen auf, warum die altägyptischen Herrscher über Jahrtausende vom Pyramidenbau besessen waren und warum die späteren Pharaonen mit diesem Verhalten schlussendlich scheitern mussten.

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