die nordstory
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Mittwoch, 18. April • 14:15 - 15:15

die nordstory

Sommer in der Provinz - Großer Trubel im kleinen Schwaan

Dokumentation

D 2013

Im Sommer wird das kleine mecklenburgische Provinzstädtchen Schwaan zu einem echten Geheimtipp für Touristen. Die Einwohner haben aus dem Ort ein echtes Kleinod für Feriengäste gemacht, obwohl die Ostsee nur 20 Autominuten entfernt ist.
"die nordstory" erzählt Geschichten von Menschen, die die Provinz lieben, abseits der berühmten Seebäder und der Touristenzentren.
Dazu gehört die Geschichte von Beate Voigt. Die Campingplatz-Betreiberin hat ihre erste Saison vor sich. Im Oktober des Vorjahres hat sie den heruntergekommenen Platz gekauft und will ihm nun mit aller Kraft neuen Schwung verleihen.
Der Film erzählt von Beate Aude. Sie betreibt ein beliebtes Lokal mitten auf dem Schwaaner Markt. Seit einigen Jahren existiert diese Kultkneipe inzwischen, legendär sind die Live-Musik-Abende. Dann geht dort jedes Mal die Post ab, am Ende tanzen die Gäste sogar auf den Tischen. Das Highlight für Beate Aude in diesem Sommer: Sie soll auf einer Hochzeitsfeier für kulinarische Gaumenfreuden sorgen. Das Brautpaar reist extra aus der Schweiz nach Schwaan, um dort das schönste Fest seines Lebens zu feiern.
"die nordstory" begleitet Sven-Erik Muskulus, den "Tausendsassa-Dienstleister". Immer häufiger setzt er seinen Elektromotorkutter bei Schwaan in die Warnow und zeigt seinen Gästen auf dem Wasserweg die Naturschönheiten der Gegend. Eine große Ausnahme, denn normalerweise ist das Naturschutzgebiet für Motorboote gesperrt. Wenn Sven-Erik Muskulus nicht mit Urlaubern auf dem Wasser unterwegs ist, dann an Land: Er verleiht Fahrräder inklusive Bring - und Abholservice, organisiert Boßel-Turniere für Schwaaner Hotelgäste, kreiert und testet mit einem Kollegen neue Bogenschieß-Parcours.
Der Film erzählt auch kuriose Geschichten: Da ist zum Beispiel Enrico Gehrmann, den alle in Schwaan nur den "verrückten Autoschrauber" nennen. Enrico saniert, repariert und tüftelt an alten, amerikanischen Straßenkreuzern. Aus ganz Deutschland hat er Kundschaft. Gerade hat ein Ami-Schlitten-Fan aus Chemnitz ein pflegebedürftiges Wrack von 1929 auf seinen Hof gebracht.
Aber auch das Schicksal von Sylva Tkotsch wird erzählt. Nach einem schweren Reitunfall lag Sylva zwei Wochen lang im Koma. Danach musste sie alles komplett neu lernen: sprechen, schreiben, laufen. Seitdem lebt sie viel bewusster, sagt die junge Frau, und sie genießt jeden Augenblick.
Nach diesem Unfall begann die gebürtige Rostockerin auch ihr neues, ihr künstlerisches Leben: in Schwaan. Die gelernte Industriekauffrau studierte an einer privaten Rostocker Kunstschule einige Semester Grafik und Bildhauerei und richtete sich in der Künstlerkolonie Schwaan ein Atelierhaus ein. Einige Räume nutzt sie als Atelier, einige will sie zu einer Galerie umgestalten. Ein Treffpunkt für Künstler soll das Haus einmal werden, mit gemeinsamen Workshops, Ausstellungen und kreativen Zusammenkünften. Sie selbst werkelt an einer riesigen Sandsteinskulptur, inspiriert vom Sommer in der Schwaaner Provinz.

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