Der Leipziger Augustusplatz ©
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Dienstag, 29. Mai • 20:45 - 21:15

Der Leipziger Augustusplatz

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Anfangs ist er ein am Stadtrand gelegener Park nach englischem Vorbild, der Augustusplatz Leipzig. Doch schnell wächst die Messestadt und der repräsentative Platz steht für Reichtum und kulturelle Bedeutsamkeit der Stadt. 40.000 Quadratmeter, die mit Universität, Oper und Bildermuseum zu einem geistigen und kulturellen Zentrum werden.
Auf dem Augustusplatz haben die Leipziger einen König bejubelt und die Novemberrevolution gefeiert. Sie haben zugesehen wie hier ein jüdisches Kaufhaus brannte und später auf dem Platz den Bombenschutt aus der Innenstadt gelagert. Ohnmächtig verfolgen die Leipziger die Sprengung der Universitätskirche und sie feiern den Bau des neuen Leipziger Gewandhauses, an den sich Caroline Masur, die Tochter des großen Dirigenten, noch sehr genau erinnert. Und während der friedlichen Revolution im Herbst 1989 versammeln sich hier montags Hunderttausende. Volker Rodekamp vom Stadtgeschichtlichen Museum bestätigt: "Alle Ereignisse der jüngeren deutschen Geschichte spiegeln sich auch auf diesem Platz wider."
Es gibt einen steinernen Zeugen auf dem Platz, der all diese Stationen der jüngeren Stadtgeschichte miterlebt hat: der Mendebrunnen. Seit 1886 sprudelt das Wasserspiel. Eine reiche Leipziger Witwe hat ihn gestiftet. Als Erinnerung an ihren Mann. Er ist also eine Liebeserklärung. Eine Geschichte, die auch der Brunnenwart Mike Schirmer kennt. Er bereitet die neue Saison vor: "Die Architektur und die Funktion, also das Wasserspiel selbst, was ja schon alt ist, fasziniert die Menschen über die Generation hinweg. Und es zieht sie ja regelrecht zu den Brunnen hin. Deshalb ist es so eine schöne Arbeit."

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