Wem gehört der Osten? ©
Montag, 21. Mai • 22:30 - 23:15

Wem gehört der Osten?

Das Neu-Seen-Land

Dokumentation

Mit dem Fall der Mauer beginnt der größte Umverteilungsprozess im Nachkriegseuropa. Die Filetstücke sind hart umkämpft und die Schmuckstücke schnell vergeben. Einen viel längeren Weg haben die vermeintlichen Altlasten, die Kohlegruben, Tagebaue und Bergbaulandschaften. Anfang der 1990er-Jahre entsteht hier die weltweit größte Landschaftsbaustelle. Nach jahrelangen Sanierungsarbeiten und der Flutung hunderter Tagebaurestlöcher entstehen die größten künstlichen Seenlandschaften Europas. Mit der Rückkehr des Lebens an diesen Orten stellt sich erst jetzt die Frage: Wem gehört davon heute was, warum und zu welchem Preis?
Seit 2000 kommen in nur kurzer Zeit knapp 120 große Seen auf den Markt - zunächst ohne Infrastruktur jedoch mit erheblichen Entwicklungskosten. Land und Kommunen können oder wollen nicht überall investieren und so kommen sogar ganze Seen unter den Hammer. Mit neuem Geld, vor allem aber durch die Kreativität und die Ideen der Menschen erwachen die alten Reviere zu neuem Leben und ermöglichen vielerorts einen Perspektivwechsel: Plötzlich ist im sonst wasserarmen Mitteldeutschland das private Segelboot möglich, mit Liegeplatz in einer der neuen Marinas, am See vor der Haustür.
Die neue Folge von "Wem gehört der Osten?" geht den Folgen des großflächigen Landschaftsumbaus nach, vom ostdeutschen Braunkohlegebiet über die weltweit größte Landschaftsbaustelle bis hin zur größten künstlichen Wasserwelt Europas. Gekostet hat das bis heute schon mehr als 10 Milliarden Euro, Steuergeld, dass durch die Privatisierung der Bergbaufolgelandschaften nicht zu erwirtschaften ist. Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer dieses gewaltigen Umverteilungsprozesses? Wem gehört an diesen neuen Seen heute was und wem wird gehören, was in Zukunft noch von der Kohlegrube zum Naturparadies verwandelt wird?

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