Dienstag, 30. April • 11:10 - 11:55

Ostwärts - eine Reise durch das Baltikum

Dokumentation

Deutschland 2014

31 Stunden, drei Züge, zwei Fähren und einen Bus braucht Julia Finkernagel zum ersten Ziel ihrer Rucksacktour nach Tallinn: die Kurische Nehrung - zur Hälfte Russland, zur anderen Hälfte Litauen. In einer alten Villa in Nida macht Julia ihren ersten Stopp. Das Haus hat eine lange Geschichte, denn es hat den Zweiten Weltkrieg und die sowjetische Besetzung als Poliklinik nahezu unbeschadet überstanden. Eine der ehemaligen Ärztinnen, Jovita Drungiliene, hat nach der friedlichen Revolution ihren Traum verwirklicht und die Villa in eine Pension verwandelt.
Weiter geht es nach Riga, der Hauptstadt Lettlands, mit seiner schönen Jugendstilarchitektur. 1989 gingen hier Millionen Esten, Letten und Litauer auf die Straße und sangen sich frei - als friedlicher Höhepunkt der "Singenden Revolution" ging der 23. August in die Geschichte ein.
Nächste Station in Estland: der Peipussee. Dort haben sich vor 300 Jahren russische Altgläubige angesiedelt, weil sie für ihren Widerstand gegen die Kirchenreformen im Zarenreich verfolgt wurden. Julia bereist die kleinen Dörfer am See und nimmt die Altgläubigen und ihre Traditionen unter die Lupe.
Nach 30 Tagen hat Julia ihr Reiseziel erreicht und ist in Tallinn. Sie wollte der Sonne entgegen reisen, doch das mit der Sonne ist so eine Sache ganz oben im Norden: Entweder versteckt sie sich hinter den Wolken und bleibt unsichtbar oder sie will einfach nicht untergehen. Daher nimmt Julia sich an ihrem letzten Abend in Tallinn vor erst dann ins Bett zu gehen, wenn es wirklich dunkel geworden ist - und erlebt so eine der berühmten weißen Nächte.

Programm

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