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Samstag, 19. August
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Moderator Dennis Wilms. ©
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Auf der Jagd nach dem kleinen Unterschied: Artenkenner

Der seltene badischen Riesenregenwurm ist bis zum 60 cm lang und kann zehn Jahre alt werden. Ein erstaunlicher, aber fast unbekannter Riesenwurm, der mit weiteren 49, allerdings wesentlich kleineren Regenwurm-Arten, die Böden in Deutschland besiedelt. Nur wenige Experten, die Taxonomen, können diese Tiere auseinanderhalten und bestimmen.
Taxonomen sind Spezialisten auf ihrem Gebiet - seien es Käfer, Schmetterlinge, Bienen oder Wildkräuter. Denn Wildbiene ist nicht gleich Wildbiene, Taumelkäfer nicht gleich Taumelkäfer. Die Entdeckung eines winzigen Unterschiedes kann das Etablieren einer neuen Art bedeuten. Die Taxonomie ist eine Grundlage der Biologie und des Artenschutzes. Denn nur was man kennt, kann man auch schützen.
Ein Drittel aller Pflanzenarten in Deutschland gelten als gefährdet. Durch die Arbeit von Taxonomen lässt sich beurteilen, wie es um die Ökologie einer Fläche oder eines Gewässers bestellt ist.
Ein Beispiel ist das Gelände der Essener Zeche Zollverein: Hier haben sich im Frühsommer Dutzende von (Hobby-)Forschern getroffen, um eine Bestandsaufnahme der ansässigen Arten zu machen. Gefunden haben sie 800 Spezies, darunter eine noch unbeschriebene Brombeerart, die den Namen "Rubus zollvereinensis" tragen wird.
Bei der Renaturierung der Emscher gehen Biologen jetzt neue Wege, um das Vorkommen von Arten zu erfassen: Statt mühevoller Mikroskoparbeit setzen sie auf die Ermittlung von Gensequenzen und DNA-Datenbanken.
Wer selbst ein Artenkenner und Forscher werden will wie der Reporter Burkhardt, der kann beim "Tagfaltermonitoring" Schmetterlinge zählen und bestimmen.

Jahr: 2003
Länge: 30 Minuten
Moderation: Dennis Wilms

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