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Karls Freiheit
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Montag, 29. November • 23:50 - 00:35

Karls Freiheit

Dokumentation

Deutschland 2021

Nach zweijähriger Asienreise zwingt Corona Karl, 21, zu seiner Familie zurückzukehren. Sofort lastet die Erwartung auf ihm, etwas aus seinem Leben zu machen. Doch Karl entzieht sich.
Eine konkrete Perspektive hat er nicht. Angefüllt mit Welterfahrung, fühlt er sich im deutschen Alltag fremd. Zwischen Verweigerung, Depression, Sinnsuche und vorsichtigen Schritten versucht Karl, bei sich zu bleiben, bis der Druck der Eltern wächst.
Karls Freiheit begleitet den 21-jährigen Karl Louis aus Berlin während eines durch Corona geprägten Jahres auf der Suche nach einer Bestimmung. Nachdem er nach zweijähriger Asienreise, auf der er sich trampend von Deutschland bis an die chinesische Grenze bewegt hat, Corona-bedingt von Honkong nach Hause zurückkehren musste, landet Karl Louis hart in der neuen deutschen Realität des Lockdowns. Sowohl im Elternhaus als auch im Freundeskreis hat sich wenig verändert, und alle außer Karl Louis selbst scheinen sich selbstverständlich durch ihren strukturierten Alltag zu bewegen.
Schon bald wird auch in ihm wieder die Grundfrage laut, die ihn schon vor seiner Weltreise lähmte: Was soll er aus seinem Leben machen? Ursprünglich dachte er, seine Reise würde ihm darauf eine Antwort geben. Aber trotz vieler gesammelter Erfahrungen und unzähliger Abenteuer steht er nun wieder genauso ratlos da wie einst schon nach dem Abitur.
Um sich davon abzulenken, verfällt Louis schnell wieder in alte Muster: den Tag verschlafen, die Nächte mit Computerspielen verdaddeln. Die Eltern, die das Verhalten ihres Sohnes schon von früher kennen, sind alsbald alarmiert und schwanken zwischen Unterstützung und Ermahnung. Genauso wie seine besten Freunde raten sie ihm, lieber mal zu "machen", statt nur nachzudenken oder, noch schlimmer, dem Denken zu entfliehen. Aber obwohl bei Karl Louis auch der innere Druck merklich steigt, ist er nicht in der Lage, an seinem Zustand etwas zu ändern.
Mit beginnendem Frühling startet er zaghafte Versuche, sich aus seiner Starre zu lösen. Allerdings ohne greifbares Ergebnis. Bis seiner Mutter der Geduldsfaden reißt und sie die Option eines Rausschmisses aus dem elterlichen Haus thematisiert. Danach macht Karl tatsächlich einen Schritt nach draußen und sucht die Begegnung mit der für ihn mit Angst besetzten Arbeitswelt. Und er trifft eine Entscheidung, die ihn schlagartig befreit. Dennoch bleibt sein ungelöstes Problem damit nur aufgeschoben. Seine Reise ist noch nicht zu Ende.

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