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Mythos Nil ©
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Sonntag, 11. April • 15:00 - 15:45

Mythos Nil

E1Im Land der tausend Quellen

Dokumentation

A / USA 2014

Im Alten Ägypten war es keine Frage, woher der Nil kommt: Er war einfach ein Geschenk der Götter. Doch bereits in der Römerzeit machte man sich auf die Suche nach den Quellen dieses Stroms.
Und seit Forscher Ende des 19. Jahrhunderts die am weitesten von der Mündung entfernte Quelle fast 1000 Kilometer südlich des Victoriasees entdeckten, steht fest, dass der Nil der längste Fluss der Erde ist. Die Reise entlang des Nils beginnt im Quellgebiet.
Ein Fluss von einer derartigen Größe hat zwangsläufig viele Quellen. Was bereits den Römern als "Mondberge" bekannt war, heißt heute "Ruwenzori": das drittgrößte Gebirge Afrikas mit Gipfeln über 5000 Meter Höhe. Sämtliches Wasser, das an den Berghängen abregnet, fließt in den Nil. Auf seinem Weg passiert es traumhafte Landschaften, in denen Erika-Heidekräuter baumhoch werden und Lobelien meterhohe Blütenstände haben - und das, obwohl nur ein einziges Tier im Ruwenzori in der Lage ist, sie auch zu befruchten.
Weiter südlich ist der Nyungwe-Nationalpark, der größte zusammenhängende Bergwald Ost- und Zentralafrikas. Von Meerkatzen und Mantelaffen bis hin zu Riesenameisen findet man dort eine Vielfalt seltener Tier- und Pflanzenarten. Wasser gibt es das ganze Jahr über reichlich. Es sammelt sich schließlich im größten See Afrikas, dem Victoriasee. Er war berühmt für seine Artenvielfalt. Dann wurde dort jedoch, um die Fangquoten der Fischer zu steigern, eine besondere Fischart ausgesetzt. Diese vermehrte sich explosionsartig und hat inzwischen fast alle anderen Fischvorkommen im See ausgerottet. Das ist nur eines von vielen Problemen im "Land der tausend Quellen".

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