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Eine Lebenskünstlerin in Afrika - Risikoleben in Djibouti ©
Eine Lebenskünstlerin in Afrika - Risikoleben in Djibouti ©
Diese Sendung ist nur noch im Replay verfügbar.
Freitag, 29. Mai • 02:05 - 02:30

Eine Lebenskünstlerin in Afrika - Risikoleben in Djibouti

Dokumentation

Schweiz 2020

In der Schweiz fühlte sich Cornelia Frey nie ganz zu Hause. Nachdem die Bernerin drei Kinder großgezogen hatte, wanderte sie 2010 nach Äthiopien aus.
Heute lebt sie im Entwicklungsland Djibouti - mit wenig Geld, aber vielen Ideen. Die Reportage von Hanspeter Bäni zeigt eine Lebens- und Überlebenskünstlerin, die sich trotz vieler Schwierigkeiten ihre Träume nicht nehmen lässt.
"Die Afar gelten als impulsive und gefährliche Leute. Ich dachte mir, wenn die meine Freunde werden, kann mir nichts mehr geschehen", erzählt Cornelia Frey. Doch es waren die Nomaden selbst, die sich anfangs vor der Schweizerin fürchteten, als sie sich vor zehn Jahren am Rand der Danakil-Wüste in Äthiopien niederließ, um dort ein Restaurant zu eröffnen: "Die Afar befürchteten, dass ich Alkohol verkaufen würde, was für sie ein Tabu ist", sagt Frey. Deshalb schloss sie ihr Lokal, um mit Spendengeldern ein Wohnheim für 40 Kinder aufzubauen, die dort auch schulisch unterrichtet werden.
Als es in der Nähe des Kinderheims zu einer Schießerei kam, bei der mehr als 20 Menschen getötet und 50 weitere verletzt wurden, zog Cornelia Frey weiter nach Djibouti. Der ostafrikanische Kleinstaat gilt zwar als sicherer, zählt aber indes zu den ärmsten Ländern der Welt. Weil die Schweizerin ihr Pensionskassengeld bereits aufgebracht hat, ist sie dringend auf ein Einkommen angewiesen.
Durch das Produzieren von Musikstücken und fiktionalen Filmen glaubt sie, an Geld zu kommen. Mit einheimischen Laienschauspielern dreht sie Alltagsszenen. "In Djibouti lügen und betrügen die Menschen. Mit meinen Filmen will ich ihnen einen Spiegel vorhalten", erklärt die Bernerin.

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