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Dem Mähnenwolf auf der Spur - Schutz und Erforschung von Mähnenwölfen ©
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Montag, 25. Mai • 14:15 - 14:45

Dem Mähnenwolf auf der Spur - Schutz und Erforschung von Mähnenwölfen

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Der Mähnenwolf ist der größte Vertreter der Hunde in Südamerika. Sein Name täuscht, denn eigentlich ist er kein Wolf. Dennoch haftet ihm der schlechte Ruf des "bösen Wolfs" an.
Auf über 90 Zentimeter langen Beinen durchstreift der Mähnenwolf die Savannen Zentralbrasiliens. Aber diese fallen zunehmend Kaffee-, Soja- und Eukalyptusplantagen zum Opfer. Für den Mähnenwolf wird es immer enger bei der Suche nach neuem Lebensraum.
Jungtiere verenden häufig auf der Straße. Vorurteile, Unkenntnis und Aberglaube der Einheimischen sind eine weitere Bedrohung für den charismatischen Jäger.
Der Biologe Rogério Cunha de Paula erforscht das Verhalten der Mähnenwölfe im Nationalpark "Serra da Canastra" und den umliegenden Farmen. Der Forscher weiß, dass nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung das Überleben des Mähnenwolfs langfristig gesichert werden kann. Denn bei den Farmern ist der Mähnenwolf als Hühnerdieb verschrien, obwohl er sich überwiegend von Früchten wie dem Wolfsapfel, von Schlangen und kleinen Nagern ernährt. Über 60 Wölfe hat der Biologe schon mit Sendern versehen, um mehr über die scheuen Einzelgänger zu erfahren. Farmer dürfen ihn bei Einfangaktionen begleiten, und in Schulklassen versucht er, Kindern die Angst vor dem "großen bösen Wolf" zu nehmen.
In dem über 400 Kilometer weit entfernten Lazaristenkloster von Caraça ist der Mähnenwolf dagegen eine Attraktion, für die Besucher aus ganz Brasilien kommen. Nacht für Nacht wird mit Fleisch gelockt, Nahaufnahmen sind die Belohnung für langes Warten. Werbung für den Mähnenwolf auf eine ganz andere Art?

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