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Die gefährlichsten Schulwege der Welt ©
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Montag, 25. Mai • 02:25 - 03:10

Die gefährlichsten Schulwege der Welt

E1Äthiopien

Dokumentation

D 2015

Die Danakil-Wüste im Nordosten Äthiopiens ist die heißeste Region der Welt. Seit Jahrhunderten ist dieser Ort die Heimat des Afar-Volks. Ihr Leben in der Danakil-Wüste ist rau und ungemütlich.
Die Afar sind Halbnomaden und hausen in einfachen Zelthütten. Ihre wenigen Dörfer liegen kilometerweit auseinander, noch viel weiter entfernt ist meist die nächste Schule. Kamele, Ziegen und Schafe sind der wertvollste Besitz der Afar, und die gilt es zu versorgen.
Obwohl in Äthiopien offiziell Schulpflicht herrscht, schicken viele ihre Kinder gar nicht oder erst sehr spät zur Schule, denn jede helfende Hand wird gebraucht.
Trotzdem wollen mittlerweile immer mehr Afar, dass ihr Nachwuchs Lesen und Schreiben lernt, denn Bildung ist für sie die einzige Hoffnung auf ein besseres Leben. Dafür nehmen sie viel in Kauf: Die Schüler laufen jeden Tag quer durch die Wüste, bis zu 15 Kilometer weit. Die Bodentemperaturen betragen hier an manchen Tagen mehr als 60 Grad Celsius. Und schon der Hinweg ist ein täglicher Kampf gegen Hitze und Durst. Zu Fuß wandern die Kinder durch scheinbar endlose Weiten, in denen es immer heißer wird. Etwas zu trinken gibt es auf dem stundenlangen Marsch nur in den seltensten Fällen.
Doch nicht nur Sonne und Durst machen den Schulweg so gefährlich - in den plötzlich aufkommenden Sandstürmen verirren sich immer wieder Schüler. Nach dem Unterricht wird es noch einmal besonders hart: Wenn die Kinder ihren Rückweg antreten, misst das Thermometer bis zu 50 Grad.

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