ARTE Journal - Friedkin scheint es auch zu gelingen, aus seinen Schauspielern genau das herauszuholen, was er von ihnen will, bis hin ...

«Killer Joe» Ein Film von William Friedkin Mit Emile Hirsch, Matthew McConaughey, Thomas Haden Church USA / 2011 Wettbewerb William Friedkin ist ein Filmemacher mit vielen Facetten, das hat er immer wieder bewiesen. Der amerikanische Regisseur hat - unter anderem - einen Kriegsfilm gemacht («Rules - Sekunden der Entscheidung», 2000), einen Actionfilm («Die Stunde des Jägers», 2003) und einen Horrorfilm («Bug», 2006). Nun hat er wieder etwas Neues ausprobiert. Sein neuer Film «Killer Joe» basiert auf einem Theaterstück von Tracy Letts. Nach dem heruntergekommenen Motelzimmer von «Bug» zeigt Friedkin dieses Mal die triste Welt einer Mobil home Anlage. Auf diesem beengten, freudlosen Raum beginnt seine neue Geschichte, irgendwo zwischen Märchen und schwarzer Komödie. Ein kleiner Dealer in Geldnot (Emile Hirsch) engagiert einen Profikiller (Matthew McConaughey), um seine Mutter zu töten, weil er es auf das Geld von deren Lebensversicherung abgesehen hat. Da wäre nur ein Problem: Der Killer arbeitet nur gegen Vorschuss, aber wo soll der abgebrannte Dealer den herbekommen? Die Lösung: er bietet ihm als Kaution seine jüngere, halbwüchsige Schwester (Juno Temple) an. Friedkin - der es versteht, sich bei der Pressekonferenz in Szene zu setzen - scheint es auch zu gelingen, aus seinen Schauspielern genau das herauszuholen, was er von ihnen will, bis hin zum grotesk Theaterhaften. An «Killer Joe» schieden sich in Venedig die Geister, doch eines ist sicher: Friedkin hat mit diesem Film eine weitere Facette seines Schaffens gezeigt.Text und Beitrag: Bertrand Loutte Interview mit William Friedkin und Tracy Letts. [Arte]

Quelle: Genre: News
Datum: 9.9.2011 Sprache: Deutsch    

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