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Alles auf Zucker

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[Cinergy:reb] Der Ostberliner Jackie Zucker (Henry Hübchen) ist ein Zocker und Lebemann, der bis vor kurzem mit dem entfremdeten Rest der Familie nichts mehr zu tun haben wollte. Doch auf ausdrücklichen Wunsch der eben verstorbenen Mutter soll das Erbe erst ausbezahlt werden, wenn sich die zwei Brüder unter Zeugen versöhnt haben. Denn seit sich Mutter und Bruder damals vor dem Bau der Mauer in den Westen absetzten, herrscht Funkstille in der Familie. Anlass zur verordneten Versöhnung bietet die einwöchige Totenwache in Jackies Wohnung, welche nach strengen jüdischen Regeln zu erfolgen hat. Während Bruder und Familie schon auf dem Weg sind, versucht Jackies leidgeplagte Ehefrau Marlene (Hannelore Elsner) noch verzweifelt und nicht ohne eine gewisse Hysterie, dem Haushalt kurzfristig einen jüdischen Touch zu geben. Denn da siehts im Moment alles andere als koscher aus und überhaupt irgendwie, als sei die DDR noch immer in voller Blüte. Aber Jackie hat andere Pläne: Er würde zu gerne gerade jetzt am hochkarätigen, aber leider ganz und gar unkoscheren Billard-Turnier teilnehmen, mit dessen Preisgeld er endlich alle seine Spielschulden zurückzahlen könnte. - In einer Zeit, in der es zunehmend salonfähig wird, Minderheiten auch mal aussen vor zu lassen, bedarf es schon einer gewissen Unverfrorenheit, sich an eine jüdische Komödie zu wagen. Und Dani Levy gelingt das Kunststück, sie nicht in die Klamotte abgleiten zu lassen.

O-Titel: Alles auf Zucker. Deutschland, 2004. Regie: Dani Levy. Besetzung: Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Udo Samel, Steffen Groth, Anja Franke. Länge: 90 Min.

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