Zhang Yimou (chinesisch 張藝謀 / 张艺谋 Zhāng Yìmóu; * 14. November 1951 in Xi'an, China) ist ein chinesischer Regisseur. Zhang ist der erfolgreichste Vertreter der "Fünften Generation" des chinesischen Kinos. Seine Filme unterlagen lange Zeit den Aufführverboten der chinesischen Behörden. Gleichwohl liefen sie unter anderem auf internationalen Filmfestivals und trugen stark zum Ansehen des modernen chinesischen Kinos bei. Bei den olympischen Sommerspielen 2008 in Peking führte er die Regie bei der Eröffnungs- und der Schlussfeier.
[>>]Quelle: Wikipedia
Zhang Yimou (chinesisch 張藝謀 / 张艺谋 Zhāng Yìmóu; * 14. November 1951 in Xi'an, China) ist ein chinesischer Regisseur. Zhang ist der erfolgreichste Vertreter der "Fünften Generation" des chinesischen Kinos. Seine Filme unterlagen lange Zeit den Aufführverboten der chinesischen Behörden. Gleichwohl liefen sie unter anderem auf internationalen Filmfestivals und trugen stark zum Ansehen des modernen chinesischen Kinos bei. Bei den olympischen Sommerspielen 2008 in Peking führte er die Regie bei der Eröffnungs- und der Schlussfeier.
Biografie [Bearbeiten]
Zhang Yimou wurde in Xi'an geboren. Seine Familie wurde zur Zeit der Kulturrevolution wegen des Kuomintang-Hintergrunds der Familie verfolgt, er selbst zur Landarbeit verschickt. Danach arbeitete er in einer Textilfabrik in Xianyang.
1978 wurde er aufgrund seiner Leistungen als Hobbyfotograf für das Fach Kamera an der Pekinger Filmakademie zugelassen. Nach seinem Abschluss 1982 wurde er als Kameramann an das Filmstudio der Provinz Guangxi in Nanning berufen. Dort arbeitete er als Kameramann eng mit Chen Kaige zusammen, dessen Film «Gelbe Erde» den Beginn der "Fünften Generation" des chinesischen Kinos markiert.
1987 erfolgt sein Wechsel nach Xi'an, wo seine Regiekarriere mit dem internationalen Erfolg «Rotes Kornfeld» beginnt. Schon in seinen ersten Filmen demonstriert Zhang Yimou die Meisterschaft in der Handhabung von Farbdramaturgie, die auch weiterhin sein Markenzeichen sein wird. Seine Filme haben insbesondere in der Anfangszeit das ländliche China als Schauplatz und thematisieren gesellschaftliche Veränderungen anhand von starken Frauengestalten, mit deren Darstellung Gong Li berühmt wurde. Bis zur Produktion von «Shanghai Serenade» waren Zhang Yimou und Gong Li auch privat ein Paar.
Ab Mitte der 1990er-Jahre verändern sich die Inhalte von Zhang Yimous Filmen. Er widmet sich verstärkt der Gegenwart und dreht mit «Keep Cool» und «Happy Times» Filme mit einem urbanen Hintergrund. Mit dem aufwendigen Wuxia-Drama Hero war er im Gefolge von Ang Lees «Tiger and Dragon» auch im Genre der Martial Arts höchst erfolgreich.
Er inszenierte auch die Oper Turandot 1998 in der Verbotenen Stadt in Peking und 2005 erneut in mehreren europäischen Städten. Die Inszenierung ist mit über 500 Mitwirkenden sehr monumental geraten und kommt vor allem in Fussballstadien zur Aufführung.
Mit seiner Firma Impression Show produziert und inszeniert er grosse Live-Spektakel in China. Im Oktober 2003 brachte er das Open Air Musical "Impression Sanjie Liu" zur Uraufführung. Es spielt in der wunderschönen Fluss- und Berglandschaft am Li-Fluss bei Yangshuo. In diesem Naturtheater finden 2000 Besucher Platz, seit der Uraufführung kommt es täglich zur Aufführung mit etwa 600 Akteuren, die zum grossen Teil Flösser aus der näheren Umgebung sind. Eine ähnlich monumentale Schau wurde auf dem Westsee in Hangzhou aufgeführt. Dazu liess Zhang Yimou eine grosse Bühne im Wasser errichten, die versenkt werden kann und zu den abendlichen Aufführungen nach oben fuhr.
Bei den olympischen Sommerspielen in Peking führte er am 8. August 2008 die Regie bei der spektakulären Eröffnungsfeier sowie bei der Schlussfeier am 24. August.
Nach 1988, 2000 und 2003 erhielt Zhang Yimou 2010 für San qiang pai an jing qi seine vierte Einladung in den Wettbewerb der 60. Filmfestspiele von Berlin.
[<<]Dieser Text basiert auf einem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.