Fritz Lang (* 5. Dezember 1890 in Wien; + 2. August 1976 in Beverly Hills, Kalifornien; eigentlich Friedrich Christian Anton Lang) war ein österreichisch-deutsch-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. 1922 erwarb der Österreicher durch seine Heirat mit der deutschen Drehbuchautorin Thea von Harbou auch die deutsche und nach seiner Emigration 1939 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Er prägte die Filmgeschichte mit, indem er vor allem in der Stummfilm- und frühen Tonfilm-Ära neue ästhetische und technische Massstäbe setzte. Seine frühen deutschen Filme erzählen zumeist utopische und fantastische Geschichten, die in einer expressiv düsteren Atmosphäre inszeniert wurden. Langs Tonfilme rücken hingegen den Menschen und seine inneren Beweggründe in den Mittelpunkt. Ihre Themen waren der alltäglichen Realität entnommen und basierten häufig auf Presseberichten. Filme wie M - Eine Stadt sucht einen Mörder oder Metropolis gehören zu den Meilensteinen der deutschen und internationalen Filmgeschichte.
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Fritz Lang (* 5. Dezember 1890 in Wien; + 2. August 1976 in Beverly Hills, Kalifornien; eigentlich Friedrich Christian Anton Lang) war ein österreichisch-deutsch-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. 1922 erwarb der Österreicher durch seine Heirat mit der deutschen Drehbuchautorin Thea von Harbou auch die deutsche und nach seiner Emigration 1939 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Er prägte die Filmgeschichte mit, indem er vor allem in der Stummfilm- und frühen Tonfilm-Ära neue ästhetische und technische Massstäbe setzte. Seine frühen deutschen Filme erzählen zumeist utopische und fantastische Geschichten, die in einer expressiv düsteren Atmosphäre inszeniert wurden. Langs Tonfilme rücken hingegen den Menschen und seine inneren Beweggründe in den Mittelpunkt. Ihre Themen waren der alltäglichen Realität entnommen und basierten häufig auf Presseberichten. Filme wie M - Eine Stadt sucht einen Mörder oder Metropolis gehören zu den Meilensteinen der deutschen und internationalen Filmgeschichte.
Leben und Wirken
1956 kehrte Lang nach Europa zurück und drehte für den Produzenten Artur Brauner seine letzten Filme. Dem Zweiteiler Der Tiger von Eschnapur / Das indische Grabmal (1959), der auf einem stark abgewandelten Lang-Drehbuch von 1921 basierte, folgte mit Die 1000 Augen des Dr. Mabuse (1960) ein weiterer Mabuse-Film. In letzterem zeichnete Lang ein Sittenbild der frühen Bundesrepublik Deutschland: Grosse, scheinbar tote, vergessene Verbrecher, die im Hintergrund weiter wirken; ein Hotel als Beobachtungsapparat und Metapher für Totalitarismus; willige Handlanger und Vollstrecker; scheinbarer Frieden, der nur mühsam die schwelenden Konflikte verdeckt; eine Atmosphäre der Künstlichkeit und grossspurig gespielten Lockerheit. Die drei gemeinsamen Filme mit Brauner erwiesen sich zwar als kommerzielle, nicht aber als künstlerische Erfolge. Lang kehrte wieder in die USA zurück.
Seine letzte Regiearbeit vollzog sich innerhalb des Films eines anderen Regisseurs: In Die Verachtung (Le mépris) von Jean-Luc Godard verkörperte Lang 1964 mit wienerisch gefärbtem Französisch sich selbst als Filmregisseur, der einen Film nach Homers Odyssee zu realisieren hat. Die entsprechenden Szenen inszenierte er selbst.
In seinen letzten Lebensjahren war Fritz Lang nahezu blind. 1971 heiratete er seine langjährige Lebensgefährtin Lily Latté. 1976 starb er in Beverly Hills und wurde auf dem Forest Lawn Memorial Park in Hollywood beigesetzt.
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