Dieter Moor (* 1. Mai 1958 in Zürich) ist ein Fernsehmoderator Schweizer Herkunft, der im gesamten deutschsprachigen Fernsehen tätig ist. Er besitzt ein Diplom der Zürcher Schauspiel-Akademie und ist auch als Schauspieler, Reporter, Produzent und Sänger präsent.
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Dieter Moor (* 1. Mai 1958 in Zürich) ist ein Fernsehmoderator Schweizer Herkunft, der im gesamten deutschsprachigen Fernsehen tätig ist. Er besitzt ein Diplom der Zürcher Schauspiel-Akademie und ist auch als Schauspieler, Reporter, Produzent und Sänger präsent.
Leben
Dieter Moor wuchs auf dem Lande als Sohn eines Versicherungsvertreters auf. Aus dieser Zeit rührt sein Interesse an der Landwirtschaft. Mit seiner Frau Sonja, einer früheren Filmproduzentin, mietete er zunächst einen kleinen Bauernhof in Wetzikon nahe Zürich. Da dort seine Möglichkeiten beschränkt waren, wechselten beide 2003 nach Hirschfelde (Stadtteil von Werneuchen) in die Nähe des nordöstlichen Stadtrandes von Berlin in Brandenburg und bewirtschaften dort im Nebenberuf einen "Öko-Bauernhof".
Karriere
Moderation
Moors berufliche Laufbahn begann beim ORF, wo er von 1985 bis 1990 das Kulturmagazin Kunst-Stücke moderierte. Danach war er für den ORF als Radiomoderator der Call in-Sendung Talk Radio im Einsatz. Ausserhalb Österreichs bekannt wurde Dieter Moor 1993 als Moderator des von der Kritik hochgelobten Medienmagazins Canale Grande bei dem damals noch jungen deutschen Spartensender VOX. Die Sendung wurde ein Erfolg und mit dem Telestar, dem Goldenen Gong und dem Silbernen Kabel ausgezeichnet sowie für den Grimme-Preis nominiert. Seine eingängige Anrede der Zuschauer als "Liebe Zielgruppe" erreichte schnell Kultstatus.
Für den SWR leitete Moor 1998 die satirische Sendung EX! Was die Nation erregte über berühmte Skandale der deutschen Geschichte. Für das Schweizer Fernsehen war er mit der täglichen Late-Night-Show Night Moor, bzw. später Moor, präsent. Die Sendungen waren neben der Harald Schmidt Show die einzige tägliche Late-Night-Show Europas. Nach einer öffentlichen Kontroverse wurde die Sendung 1999 jedoch eingestellt.
Im österreichischen Fernsehen leitete er die überaus populäre, durch eine ORF-Generalreform jedoch wieder abgesetzte Talkshow SimplyMoor. 2004 produzierte er für die ARD zur Fussball-EM 2004 in Portugal die regelmässige Fernsehglosse Das Wunder von Moor. Von Juli 2006 bis September 2006 übernahm Moor beim Sender 3sat als Vertretung für Andrea Meier die Moderation des Kulturmagazins Kulturzeit. Seit Mai 2006 fungiert er als Radiomoderator des bis Juni 2008 nur über Web empfangbaren Radios LoungeFM. 2007 moderierte Moor Specials und Sondersendungen auf 3sat, etwa für Kulturzeit und im Begleitprogramm der Berlinale.
Seit dem 4. November 2007 präsentiert Dieter Moor die ARD-Kultursendung ttt - titel, thesen, temperamente. Ende Juni 2008 moderierte er erstmals den Ingeborg-Bachmann-Preis im ORF Landesstudio Kärnten.
Beim österreichischen Fernsehsender ATV führt Moor seit 2008 durch die Sendung Das Leben geht weiter, in der er Patienten befragt, warum sie im Krankenhaus sind. Die Sendung wird mittwochs nach Bauer sucht Frau auf ATV ausgestrahlt.
Schauspiel
Dieter Moor spielte bei der Eröffnung des Landestheater Tübingen am 21. September 1979 den Räuber Karl Moor in Schillers Die Räuber.
Filmografie
- 1982: Der Maulwurf (Espion, lève-toi)
- 1985: Der Schwarze Tanner
- 1985-1989: Der Leihopa
- 1990-1992: Wenn das die Nachbarn wüssten
- 1998: Opernball - Die Opfer/Die Täter
- 1999: Zwei Frauen, ein Mann und ein Baby
- 1999: Das Mädchen aus der Fremde
- 2002: Das Leben geht weiter (Dokumentation)
- 2003: Bloch - Silbergraue Augen
- 2005: Alles ausser Sex
- 2005-2006: Wolffs Revier
- 2006: 100 Jahre - 100 Bilder (Dokuserie)
- 2006: Millionenschwer verliebt
- 2009: Männerherzen
Weblinks
- Dieter Moor in der und Version der Internet Movie Database
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- bei www.startalk.ch
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- , Tagesspiegel, 28. Oktober 2007, Interview
Einzelnachweise
↑ Wie der Medienmann Dieter Moor zum Bio-Bauern in Brandenburg wurde", Berliner Morgenpost, 4. Juni 2006
↑ , Meldung von Der Spiegel, Online-Version, vom 22. August 2007
↑ anlässlich der erstmaligen Moderation des Ingeborg-Bachmann-Preises, abgerufen am 20. Januar 2009
↑ , Fernsehsendung auf ATV
Literatur
Dieter Moor (2009): Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht. Geschichten aus der arschlochfreien Zone. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag. 303 Seiten. (ISBN: 978 499 62475 9)
Normdaten: Personennamendatei (PND):
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