MDR

Samstag, 03. Dezember
11:30 - 12:00

Heute wie früher entsteht echter gläserner Christbaumschmuck aus Lauscha direkt vor der Lampe, wie der Gasbrenner hier genannt wird. ©
Und manchmal landet gläserner Christbaumschmuck eben nicht am Baum sondern am Kleid. Die Schüler der Berufsfachschule Glas in Lauscha zeigen, dass auch das äußerst glanzvoll sein kann. ©
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Christbaumschmuck aus Lauscha - Illusionen aus Glas

Vorsichtig wird der Pappkarton vom Dachboden getragen. Der Deckel klemmt ein bisschen. Das dünne Papier raschelt und ganz vorsichtig fassen wir zu - hängen rote Kugeln, silberne Glocken oder buntschimmernde Vögel an den Tannenbaum.
Kaum einer kann sich zur Weihnachtszeit dem Zauber des gläsernen Christbaumschmucks entziehen. An ihm hängen Kindheitserinnerungen, Familientraditionen und das Wohl und Wehe eines kleinen Thüringer Dörfchens - Lauscha. Hier steht die Wiege des gläsernen Christbaumschmucks. Vor gut 170 Jahren begannen Lauschaer Glasbläser, Kugeln vor Gasflammen zu formen. Ein Industriezweig entstand. In fast jedem Haus wurde das Wohnzimmer zur Arbeitsstube. Jeder musste mit ran, um die Illusionen aus Glas zu fertigen - vom Kind bis zur Großmutter.
Lauschaer Christbaumschmuck eroberte die Welt, hing an deutschen, englischen und vor allem amerikanischen Weihnachtsbäumen. Lauscha wurde zum Synonym für den festlich geschmückten Baum. Was das mit dem örtlichen Gaswerk und dem Amerikaner Woolworth zu tun hat, mit Botenfrauen und Verlegern, mit Perlen und Blei, mit Spießkist' und Lampe, das hängen wir an die große, glänzende Weihnachtsglocke.

Länge: 30 Minuten

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