MDR

Mittwoch, 30. November
20:45 - 21:15

Carina Hofmann-Kunz, Fachanwältin für Sozialrecht, Zwickau. ©
Klaus-Dieter Ohland, zu Pflegender, und Jörg Bortlik, Pfleger - bei morgentlicher Hygiene, Zwickau. ©
Ein vertstellbares Bett gerade für Pflegebedürftige wie auch für Pfleger eine große Erleichterung. ©
Carina Hofmann-Kunz, Fachanwältin für Sozialrecht, Zwickau. ©
Erika Schulze in der Kurzzeit-Pflege, Halle, MDK-Begutachtung. ©
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Pflegebedürftig!

Wenn es allein nicht mehr geht

Über 2,8 Millionen Menschen bezogen Ende 2015 Leistungen aus der Pflegeversicherung. Sechs von zehn waren dabei bedürftig im Sinne der Pflegestufe 1. Wir Deutschen werden älter und brauchen im Alter Hilfe. Das statistische Bundesamt rechnet damit, dass sich die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2030 auf 3,4 Millionen erhöhen wird. Was passiert, wenn es allein nicht mehr geht? Wenn Menschen, die selbständig gelebt haben, nun Hilfe benötigen? Wie gehen die Angehörigen damit um?
Ob es eine Pflegestufe gibt und wenn ja welche, schätzt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung ein. Vor diesem Termin haben viele Menschen Angst. Angst vor unangenehmen Fragen und Angst die falschen Antworten zu geben. Gibt man leichtfertig an, noch viele Aufgaben der eigenen Pflege selbst erledigen zu können, reicht es oft nicht für die Pflegestufe. Es gibt viele Fälle, bei denen es zu einer Ablehnung kommt, obwohl die Menschen auf fremde Hilfe angewiesen sind. Immer mehr Anwälte beschäftigen sich mit Klageverfahren. Zu Pflegende und Angehörige verstehen das System nicht, sind ratlos und bezweifeln eine unabhängige Begutachtung durch den Medizinischen Dienst. "Exakt - Die Story" geht dem nach und ist dabei, wenn Gutachter des MDK darüber entscheiden müssen, wer Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung hat. Am wichtigsten ist dabei der Hausbesuch. Doch lässt sich wirklich aus einem einzelnen Termin die Pflegebedürftigkeit erkennen?
Private Berater versprechen den Menschen eine optimale Vorbereitung auf den MDK Termin und begleiten die Betroffene bei Bedarf auch persönlich gegen ein hohes Honorar. Diese Beratung testen wir. Bekommen wir seriöse Ratschläge für unser Geld, oder werden wir zum Lügen angestiftet, um die Pflegestufe zu erhalten? Ist das Honorar pauschal oder erfolgsorientiert? Die Experten Claus Fussek, der als pflegender Angehöriger Licht und Schatten des Pflegesystems erlebt hat, und Dr. Klaus Wingenfeld von der Uni Bielefeld, der seit Jahren zum Thema forscht und an der Reform des Systems mitgearbeitet hat, stehen Rede und Antwort.

Länge: 30 Minuten

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