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TV-Gebühren bald für alle?
Wer kein Fernseh- oder Radiogerät besitzt zahlt bislang keine Gebühren. In Zukunft will der Bundesrat aber alle zur Kasse bitten.
Wie Bundesrat Moritz Leuenberger mitteilte, soll künftig ein allgemeiner Beitrag an TV- und Radiogebühren geleistet werden. Dadurch sollen die Gebühren pro Haushalt um bis zu 100 Franken sinken, weil jeder sich an den Kosten beteiligen muss. Noch betragen die Kosten 462 Franken pro Jahr, die von über 90 Prozent der Haushalte entrichtet werden.
Leidtragende werden bei dieser neuen Regelung vor allem Privathaushalte sein, die bisher keine Gebühren abgeben mussten, weil sie kein entsprechendes Gerät besassen und die Unternehmen, von denen nur rund 30 Prozent Gebühren entrichteten.
Was die Durchführung betrifft, will der Bundesrat weitere Abklärungen treffen. Höchstwahrscheinlich wird das Billag-System aber fortgeführt, wobei sich auch die Post für das Inkasso beworben hat.
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